In Germany, as in Iran, all literary works in which war is addressed are traditionally counted as "war Literature"; however, it is very doubtful whether this can provide a picture of the attitudes of the authors of literary war books to the phenomenon of "war". The fact that, in addition to the term "war Literature", terms such as "anti-war Literature" (in Germany) and "Literature of holy defence" (in Iran) have also become established shows that the essence of literary war books can only be done justice if they are evaluated and subsumed against the background of their authors' attitudes towards war. The establishment of the term "anti-war Literature" alongside the term "war Literature" in Germany is due to different attitudes of the authors of literary war works to war, while in Iran the term "war Literature" is used sporadically and due to (almost) uniform attitudes of war writers to war, another widely used term, namely "the Literature of holy Defense", is preferred. Against the backdrop of Ernst Jünger’s and Hamidreza Taleghani’s attitudes towards war—Jünger as a representative of German war Literature and Taleghani of the Literature of the Holy Defense in Iran—this article aims to crystallize and justify the characteristics of war Literature and the Literature of the Holy Defense through a comparative study, highlighting that their authors' differing perspectives on war necessitate a distinct categorization of theirworks.
Ernst Jünger als Inkarnation der Kriegsliteratur versus Hamidreza Taleghani als Inkarnation der Literatur der heiligen Verteidigung
In Deutschland wie im Iran zählt man traditionell alle literarischen Werke, in denen der Krieg thematisiert wird, zur „Kriegsliteratur“; ob man damit ein Bild von Einstellungen der Verfasser von literarischen Kriegsbüchern zum Phänomen „Krieg“ liefern kann, ist jedoch sehr zweifelhaft. Die Tatsache, dass sich neben dem Begriff „Kriegsliteratur“ auch Begriffe wie „Antikriegs¬literatur“ (in Deutschland) und „Literatur der heiligen Verteidigung“ (im Iran) etabliert haben, zeigt, dass man dem Wesen von literarischen Kriegsbü¬chern nur dann gerecht wird, wenn man sie vor dem Hintergrund von Ein¬stellungen ihrer Verfasser zum Krieg bewertet und subsumiert. Die Etablie¬rung des Begriffs „Antikriegsliteratur“ neben dem Begriff „Kriegsliteratur“ in Deutschland hat den Grund in unterschiedlichen Einstellungen der Ver¬fasser von literarischen Kriegswerken zum Krieg, während man im Iran den Begriff „Kriegsliteratur“ sporadisch verwendet und aufgrund (fast) einheit¬licher Einstellungen von Kriegsliteraten zum Krieg einen anderen weit ver¬breiteten Begriff, nämlich „die Literatur der heiligen Verteidigung“ bevor¬zugt. Der vorliegende Beitrag will vor dem Hintergrund der Einstellungen von Ernst Jünger (als Inkarnation der Kriegsliteratur in Deutschland) und Hamidreza Taleghani (als Inkarnation der Literatur der heiligen Verteidi¬gung im Iran) zum Krieg in ihren literarischen Kriegswerken mit einer ver¬gleichenden Studie die Charakteristika der Kriegsliteratur und der Literatur der heiligen Verteidigung herauskristallisieren und zugleich rechtfertigen, dass eine Subsumierung von Kriegsbüchern wegen unterschiedlicher Ein¬stellungen ihrer Autoren zum Krieg unvermeidbar ist.
Schlüsselwörter: Krieg, Nationalismus, Kriegsliteratur, Literatur der heiligen Ver¬teidigung, Antikriegsliteratur, Ästhetisierung des Kriegs, Verherrlichung des Verteidigungskriegs